Schwierige Personalsituation in Kindertagesstätten

Der Fachkräftemangel wirkt sich im Bereich der Kindertagesstätten eklatant aus. Beschleunigt wurde die Verschlechterung der Personalsituation durch die neuen Vorgaben aus dem Kita-Zukunfts-Gesetz und die Nachwirkungen von 2 Jahren Corona-Pandemie.

Für Frankenthal gilt zusätzlich ein spezifisches Problem: Die Lage im 3-Länder-Eck und höhere Löhne in den benachbarten Bundesländern, was zu einer Fachkräfteabwanderung führt.

Die Folge: Verkürzte Öffnungszeiten, eingeschränkte Kapazität und Nicht-Inbetriebnahme neuer Gruppen sind eher die Regel als die Ausnahme in einigen Einrichtungen.

Uns als Kommune sind hier teilweise die Hände gebunden. Die Rahmenbedingungen müssen auf Länderebene angepasst.

Deshalb haben wir uns an die Landtagsfraktion der Freien Wähler gewandt und gebeten, bei der Landeregierung mit Nachdruck Lösungsvorschläge einzufordern.

Eine interkommunale Arbeitsgruppe könnte sich der Thematik annehmen.

Wir haben folgende Fragen aufgeworfen:

  • Können Fachkräfte im Ausland gewonnen werden?
  • Kann die Erzieher-Ausbildung verkürzt werden?
  • Wird es in Zukunft eine praxisorientiertere etwa duale Ausbildung mit Vergütung geben?
  • Parallel hierzu könnte für Leitungskräfte ein Studiengang etabliert werden, mit dem einhergehend dann auch eine bessere Vergütung.
  • Kann der Personalschlüssel etwas flexibler ausgelegt werden, sodass Kitas bei personellen Engpässen nicht so schnell in eine rechtliche Schieflage geraten und aufgrund der Gewährleistung lieber den Kita-Betrieb einschränken?
  • Gibt es Ausbildungsmöglichkeiten für Quereinsteiger?
  • Welche Berufsgruppen sind für die Arbeit in einer Kita anerkannt?
  • Warum darf fachfremdes aber persönlich geeignetes Personal nur für 6 Monate befristet eingestellt werden?
  • Rechtliche Rahmenbedingen für die Unterstützung durch Großeltern und Eltern sowie weitere Freiwillige im Kita-Alltag müssen geschaffen werden. (Aktuell werden Elterninitiativen im Keim erstickt.)

Wir bleiben am Thema dran.